Wie wird das nächste Jahrzehnt aussehen und klingen? Trends und Innovationen im Innendesign vorgestellt

19 Mai 2020

Da sich die Welt ständig verändert, sollten wir nicht aufhören, die Zukunft zu hören. Während Kompostierung und Crowdfunding-Ideen in den Mittelpunkt rücken, werden sich unsere Räume zwangsläufig an die unterschiedlichen Bedürfnisse des Marktes anpassen. Während wir darauf warten, was als nächstes kommt, lassen Sie uns einige der neuesten Trends erkunden.

NL, Zeist, Hotel Theater Figi, Gerben van der Molen, Stars Design, Leisure, Auditorium, Concert Hall, Rockfon Blanka, A-edge, 600x600, white, T24 Black - new 3D application

Hotel Theater Figi - Rockfon Blanka, A-Kante

Von geometrischen Mustern und intrinsischen Ornamenten bis hin zu schlichtem und minimalistischem Design – jedes Jahrzehnt hat einen deutlichen Einfluss auf die Inneneinrichtung und die visuelle Ästhetik gehabt. Recycling, Upcycling, Big Data – jeder neue Trend hält Einzug in die Welt der Bauakustik und Bautechnik. Was denken Sie, wird die nächste Evolution oder Revolution im Interior Design sein?

Bei Rockfon haben wir das durch ein Interview mit Christian Klinge, Innovation Director, herausgefunden. Er kommt aus dem Designbereich und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Produktentwicklung. Er kümmert sich um das Produktportfolio von Rockfon und ist der Ansprechpartner, wenn es darum geht, neue Trends und Marktbedürfnisse zu verstehen.

 

Welche Designtrends waren im letzten Jahrzehnt am einflussreichsten?

Das letzte Jahrzehnt stellt ein Paradoxon dar. In der Zeit nach der Wirtschaftskrise sehen wir, dass die Menschen zu budgetfreundlichen, effizienten und einfach zu montierenden Produkten tendieren. Auf der anderen Seite haben Design, Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit viel Aufmerksamkeit erhalten, besonders bei der Gestaltung von Decken- und Wandpaneelen. Es wurde auch viel über Digitalisierung und intelligente Lösungen geredet, aber erst jetzt sehen wir einen echten Wandel. Basierend auf einem bewussteren Ansatz war Scandi-Cool mit minimalistischem Design in den letzten Jahren ein prominenter Trend für schöne Räume.

 

In Zukunft werden maßgeschneiderte Lösungen zum Standard werden.

Christian Klinge

Innovation Director

Welche Innovationen haben unsere Branche und Lösungen im letzten Jahrzehnt geprägt?

Ehrlich gesagt, ist unsere Branche konservativ. Wir haben weniger Innovationen gesehen, aber viele schrittweise Entwicklungen bei bestehenden Produkten. Einige aufkommende Trends waren jedoch Upcycling, Recycling und Cradle-to-Cradle-Lösungen. Aber ein dominierender Trend sind Produkte, die umweltfreundlich sind und dazu beitragen, den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Manchmal stoßen wir auf neue Materialien, aber im Allgemeinen gibt es nur wenige Innovationen in unserer Branche.

 

Wie sehen Sie das kommende Jahrzehnt? Auf welche Designtrends und Impulsgeber sollten wir achten?

Zweifelsohne werden Umwelt und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen. Die biophilen Aspekte von Produkten und Lösungen werden unabdingbar sein. Es wäre nicht verwunderlich, wenn einige Trends aus den 1950er- und 60er-Jahren zurückkehren: Authentische Produkte, einfaches Wohnen und sogar Mikrohäuser. In der heutigen Zeit, wenn Arbeit und Wohnen verschmelzen, werden wir eine fließende Gesellschaft erleben. Sowohl Arbeitsräume als auch Wohnungen werden in Richtung eines aktivitätsbasierten Ansatzes fließen. Dies könnte zu Lösungen führen, die eher Multifunktionalität als Linearität beinhalten.

Wir sollten nach integrierten Lösungen suchen, bei denen die Technologie zusammenkommt, um ganzheitliche Produkte zu schaffen.

Christian Klinge

Innovation Director

Wie wird sich, Ihrer Meinung nach, die aktuelle Situation auf unsere Räume, Schulen und das gesamte Gebäudedesign auswirken?

Wir werden definitiv eine neue Phase im Designdenken erleben. Wir werden Produkte entwerfen müssen, die die soziale bzw. physische Distanz im Auge behalten und Lösungen verbessern, um mögliche Infektionen zu vermeiden. ‚Design Thinking‘ wird sich weiterentwickeln, was dazu beitragen wird, reale Probleme mit praktikablen Lösungen zu begegnen und damit wiederum der Gesellschaft zu helfen.

 

Wie sehen Sie den Einfluss dieser Trends auf Innovationen?

Das Wort ist Nachhaltigkeit und die Farbe ist grün. Alles wird sich um Umweltthemen drehen. Das wird den gesamten Lebenszyklus des Produkts beeinflussen – von der Beschaffung über die Produktion bis hin zu Ästhetik und architektonischen Ausdrucksformen. Der grüne Trend wird für die nächsten Jahrzehnte den Ton angeben.

 

Wie sehr wird die Integration verschiedener Materialien und Lösungen die Innovation im kommenden Jahrzehnt beeinflussen?

Es wird definitiv einen Einfluss auf die Innovation geben, aber er wird langsam sein. Zum Beispiel waren intelligente Lösungen ein gehypter Trend, aber ihr Fortschritt ist ins Stocken geraten. Wir werden definitiv eine logische Integration von Materialien und Technologie sehen. Wir werden sehen, wie sich die digitale Technologie in das Akustikdesign und die Innenraumgestaltung integriert, sicher ist nur, dass sie ihren eigenen Weg gehen wird.

 

Wie sehen Sie die ultimative Decke der Zukunft?

Gute Frage. Aus heutiger Sicht sind technologische Lösungen wichtig, die flexibel sind und je nach den Bedürfnissen des Marktes konfiguriert werden können. Auch eine Möglichkeit, bei der Menschen Innenräume mieten können, ist definitiv eine Überlegung wert.

 

Wie arbeiten Sie bei Rockfon mit Design und Innovation? Und was sind die Vorgehensweise und die wichtigsten Parameter bei der Entwicklung neuer Lösungen?

In erster Linie nutzen wir ‚Design Thinking‘, um unsere Lösungen zu entwickeln. Wir arbeiten daran, unsere Produkte so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Es ist wichtig, dass wir der grünen Welle in Bezug auf Look & Feel und Produktion folgen. Wir streben danach, Produkte zu schaffen, die eine aktive Rolle beim Aufbau der Umwelt spielen. Zusammenarbeit ist der Schlüssel zu unserem Erfolg. Wir arbeiten mit verschiedenen Herstellern, Designern und Experten zusammen, um unsere Lösungen zu entwickeln.